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Photo2351Servus, beinand! Geboren wurde ich in der Flößerstadt Wolfratshausen im schönen Isartal. Aufgewachsen in Nantwein, ein echter Glasscherbenviertler. Kleinhäusler und Gütler nannte man dieses soziokulturelle Milieu früher euphemistisch. Weniger feinfühlige Gemüter sprachen ganz offen von Grattlern und Gschmoaß. Mit denen ein honoriger Bürger nichts zu schaffen haben wollte. So war sie die gute, alte Zeit. Die man heute gern durch die rosarote Brille betrachtet. Bayern war immer schon anders, als es uns die idyllischen Szenarien der Postkartenromantik weismachen wollen. Die bayrische Wesensart in Wahrheit vielgestaltig und in sich widersprüchlich. Schwermütig und hintersinnig, aufbrausend und streitsüchtig, grad heraus und hinten rum, leger und ordinär, prahlerisch und großmütig, feinsinnig, derb und ruppig, extrovertiert und in sich gekehrt. Ein Chamäleon, dass seine Farbe oft und gerne wechselt.

Photo1965Das Boarische liegt mir – schon genetisch veranlagt – im Blut. Meine Ahnengalerie führt schnurstracks ins Biermuda-Dreieck zwischen Aibling, Wolfratshausen und Tölz. Ich bin ein waschechter „native speaker“, beherrsche mittlerweile aber auch leidlich das Hochdeutsche. Was beim Bücher schreiben und „bloggen“ durchaus von Vorteil ist. Bei einer Lesung geht ohne O-Ton Süd gar nix. Die Welt ist schließlich ein Theater – und wir stehen auf der Bühne. Ob hinter dem Vorhang oder im Scheinwerferlicht, die Rollen wechseln. Dahoam is Dahoam. Ist das so? Heimat ist für mich mehr als ein abgedroschener, ausgelutschter Begriff: er steht für Identität, Kontinuität und vieles mehr. Zur Heimat gehört unbestreitbar das bayrische Mundwerk, die ureigene Lebensart, das Leben und leben lassen, das unverwechselbare Brauchtum und eine gute Portion Patriotismus – und Stolz. Mia san mia. Wer seine Wurzeln kennt, erkennt sich selbst.

Photo1721Was haben meine Leser zu erwarten? Gspaßige, hinterkünftige und durchaus anspruchsvolle Unterhaltung. In die ausgenackelte Schublade „Alpen-Krimi“ passen meine Geschichten nur bedingt. Wer seichte, leicht verdauliche Krimi-Kost mit schabloniertem Postkarten-Flair sucht, wird enttäuscht werden. Die Haupt- und Nebenrollen sind mit liebenswerten Landpomeranzen und skurrilen, kauzigen Eigenbrötlern besetzt. „Helden“, die keine sind, aber ihr Bestes geben, um am Boden und Mensch zu bleiben. Selbst wenn es in der heutigen Welt vor „gspinnerten“ Idioten jeder Couleur nur so wimmelt. Die Handlung beschreibt keine eindimensionale Einbahnstraße, sondern verwickelt sich – dafür sorgen schon meine Protagonisten – zu einer verzwickten Angelegenheit. Fälle, die nicht so leicht zu lösen, weil facettenreich und vielschichtig schattiert sind.

DineshBauer_Portrait2Freuen Sie sich auf unorthodoxe Krimi-Abenteuer unterm weiß-blauen Himmel. Schauen Sie doch mal in der Buchhandlung am Eck oder in einem Online-Shop im World Wide Web vorbei, vielleicht ist was für Sie dabei.

Euer Hans-Peter Dinesh Bauer