Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , ,

Höhensonne - der Berg in uns!

Aufi muss I, aufi! Der bayerische Dadaismus. Der Berg ruft! Und ewig lockt der Berg? Oder ist der Berg gar in mir? Hier scheint der Himmel näher und die Sonne heller und strahlender zu sein! Die Berge bieten einen Logenplatz – und die Welt da unten scheint plötzlich weit weg zu sein. Der Alltag mit all seinen Niederträchtigkeiten, Nackenschlägen und Niederungen des Geists wird von oben betrachtet unwichtig und irrelevant für das „höhere Sein“, verschwindet quasi hinter dem erweiterten Erfahrungshorizont!

Es steckt aber auch etwas Dualistisches, Dialektisches in dem Begriff „Berg“ – der ja so wohl die Freiheit, die Erlösung und Apotheose des „Über-Menschen“ bezeichnet, als auch die existenzielle Bedrohung, die Gefahren und Fährnisse im Kampf mit der wilden, ungebärdigen Bergnatur. Oder, ja wie es in der Moritat vom legendären Wilderer Jennerwein heißt: Denn auf den Bergen, ja da wohnt die Freiheit, ja auf den Bergen ist es gar so schön, allwo auf grauenvolle Weise, der Wildschütz Jennerwein zu Grund mußt gehn. Also: wer die Freiheit, das extrem sucht, der findet leicht den Tod! Oder: man soll gehen, wenn es am schönsten ist!

Advertisements