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Das Marterl zum Montag

Das Montags-Marterl – Teil Zwölf.

Marterl, sprich Feldkreuze gehören zu Bayern wie der weiß-blaue Himmel, die Lederhosen oder die Blasmusik. Aber ein Marterl bedeutet dem Wanderer mehr als nur Folklore, Ritus und Brauchtum. Ein Marterl ist ein Ort mystischer Stille, an dem man innehält und zurückblickt und sich seiner selbst bewusst wird. Dort erlebt man einen kurzen Moment der Andacht, des Nachdenkens, der „Einkehr“. Dort wo man „Einkehr hält“, in sich geht und sich selbst gegenüber Rechenschaft ablegt – über das was man erlebt, getan und unterlassen hat.

Für mich symbolisiert ein Marterl etwas ähnliches wie die Gebetsfahnen der Tibeter. Die Verbindung zu einer höheren, geistigen Sphäre des Metaphysischen. Ein der Welt entrückter, meditativer Platz. Om padme hum! Per Crucem ad lucem!

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